Veranstaltungen 2017

"Immunhämatologie, eine Herausforderung"

Gastgeber: Univ.-Prof. Dr. Günther Körmöczi
 
Samstag, 23.09.2017, 9.00-13.00
AKH Wien
 
approbiert mit 5 DFP

 

Themen:

In dieser Fachfortbildung werden die Grundlagen der prätransfusionellen Untersuchungen sowie die immunhämatologischen Probleme in der Schwangerschaft behandelt. Die transfusionsmedizinische Bedeutung unterschiedlicher Allo- und Autoantikörper gegen Erythrozytenantigene, der direkte Coombstest, Umgang mit Blutgruppenvarianten und die serologische Verträglichkeitsprobe werden diskutiert. Immunhämatologische Befundkonstellationen und deren klinische Relevanz werden anhand zahlreicher Fallbeispiele aus dem medizinischen Routinebetrieb erläutert. Dieser Fortbildungsblock soll alltagspraktische Zusammenhänge für eine sichere transfusionsmedizinische Patientenversorgung vermitteln.

 

Die Veranstaltung wird ein interaktiv gestalteter Seminarvormittag sein. Einerseits werden die Grundlagen der klinischen Routinediagnostik erläutert, andererseits werden vielfältige Fallbeispiele Anlass zu vertiefenden Diskussionen bieten.

 

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Vergangene Veranstaltungen

Was man aus und mit Blut alles machen

Gastgeber: Ass. Prof. Dr. Gerda Leitner

Inhalte:
  • Kurzer Querschnitt durch die Geschichte der Blutspende und Blutbanken
  • Physiologische Aspekte der Blutspende
  • Vom Vollblut über die spezifische Blutkomponente zum Arzneimittel (Fallbeispiele)
  • Rechtliche Vorgaben

 

Praxis:

  • Arbeiten im Reinraum
  • Herstellung einer Konserve für intra- und extrauterinen Austausch
  • Waschen von Blutkonserven
  • Kryopreservation von Blutkonserven

Blutkomponenten als Arzneimittel

 

Gastgeber: Ass. Prof. Dr. Gerda Leitner

 

Blut und Blutprodukte gelten in Österreich als Arzneimittel und unterliegen strengen Kontrollen nach dem Arzneimittelgesetz und dem Blutsicherheitsgesetz. Sie spielen sowohl im Krankenhausalltag als auch in der Pharmaindustrie eine wichtige Rolle.

Das gewonnene Vollblut wird in den Blutspendeeinrichtungen (Blutbanken), die den gleichen strengen Kriterien wie pharmazeutische Betriebe unterliegen, in die einzelnen Blutkomponenten getrennt (Erythrozyten, Thrombozyten, Plasma). Das Plasma kann von den Blutspendeeinrichtungen auch an behördlich bewilligte pharmazeutische Betriebe (pharmazeutische Industrie) geliefert werden, wo es zu zahlreichen Produkten weiterverarbeitet wird. Die daraus gewonnenen Produkte (wie Gerinnungsfaktoren, Immunglobulin und Albumin) werden Pathogen-inaktivierenden Verfahren unterzogen und mittels umfangreicher klinischer Prüfungen auf Wirksamkeit und größtmögliche Sicherheit getestet.

 

Dieser FOKUS:PRAXIS Tag drehte sich um Themen und Indikationen, wenn durch synthetische Produkte nicht der gewünschte Erfolg erzielt wird.

Einführung in die Blutstammzelltransplantation

 

Gastgeber:  Priv. Doz. Dr. Stefan Wöhrer
(Landesklinikum Wr. Neustadt, Krebskompetenzzentrum, Permedio)

 

Dieser Kurs richtete sich in erster Linie an Personen, die noch keinen oder wenig Kontakt mit der Blutstammzelltransplantation hatten und an Personen, die PatientInnen zuweisen, aber selbst noch nie auf einer Transplantationseinheit waren. Der Kurs zeigte einerseits die Anwendungsgebiete der Blutstammzelltransplantation auf und andererseits vermittelte er einen praxisnahen Eindruck über den Ablauf dieser Prozedur.  

 

Themen des Kurses waren:

 

  1. Grundlagen der Stammzellbiologie
  2. Klinisch angewandte Blutstammzelltransplantation inkl. Indikationen, Ablauf, Komplikationen
  3. Besuch an einer Knochenmarkstransplantationseinheit
  4. Besuch auf der Stammzellseparation (Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin)
  5. Patientengespräch (die Blutstammzelltransplantation aus der Sicht des Patienten)

Extrakorporale therapeutische Maßnahmen

 

Gastgeber: Univ.-Prof. Dr. Nina Worel

 

Therapeutische Apheresen sind dann indiziert, wenn eine Erkrankung bzw. deren Symptome in ursächlichem Zusammenhang mit krankhaften, krankhaft vermehrten oder fehlenden physiologischen Blutbestandteilen steht und die pathogenetisch relevanten Substanzen effizient entfernt oder fehlende Bestandteile adäquat ersetzt werden können, um einen klinischen Therapieerfolg zu erzielen.


Neben den häufig durchgeführten Plasmabehandlungsverfahren können aber Zelldepletionen (Leukozyten-, Thrombozyten- und Erythrozytendepletionen) zum Einsatz kommen. Auch ganz spezielle Behandlungsformen, die eigentlich schon als Zelltherapie gelten, können mittels extrakorporaler Verfahren (extrakorporale Photopherese) angewandt werden.

 

In diesem Seminar wurden Krankheitsbilder, mit denen die Univ. Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin im klinischen Alltag hauptsächlich konfrontiert wird, besprochen.

 

Im Praxisteil wurde anhand einer therapeutischen Apherese gezeigt, wie und wann spezielle Verfahren zum Einsatz kommen. Es wurde den TeilnehmerInnen auch Gelegenheit gegeben, den betroffenen Patienten Fragen zu Ihrer Erkrankung zu stellen. Ziel war es, dass sich jede/-r TeilnehmerIn am Ende des Seminars ein Bild über die Vielfalt der extrakorporalen Therapieformen machen konnte.

Rechtliche Grundlagen in der Transfusionsmedizin

 

Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Wagner

 

Themen:

  • Einführung – Recht einfach
  • Von der Vene bis zur Vene – Rechtliche Rahmenbedingungen bzgl. Spender – Spende – Blutdepot – Verarbeitung – Verabreichung
  • Im Falle eines Behandlungsfehlers – Rechtliche Folgen und wie kann ich mich schützen (Versicherung hilft nicht in jedem Fall)
  • Bedsidetest und Pflegepersonal
  • Aufklärung und Einwilligung
  • Was mache ich, wenn….
  • Fallbeispiele – mitgebrachte und eigene aus Ihrem Alltag

 

Es war ein spannender, praxisorientierter Vormittag mit viel Raum zur Diskussion anhand konkreter Beispiele.